Indonesien
Marokko
Singapur
Thailand
Venezuela
Vorbereitung & Planung
Anreise, Flug
Hotel "Dunes Beach Resort"
Wissenswertes
Rundreise
Dschungelcamp
Hacienda San Andreas
Camp Arekuna
Canaima & Salto Angel
Jeep Safari
Rundfahrt Isla Margarita
Auswärtiges Amt
Bahn.de
Neckermann Reisen
Isla Margarita
L'Tur
Templates Easy
Kfz-Kratzer
Farbträume-Art
Linktausch.at
Life Sciences
Luxusreiseangebote suchen
Impfungen
Geld
Reiseschecks
Telefonnummern
Medikamente
Sonnencreme
Flugtickets
Bahntickets
Kugelschreiber
Fotoapparat
Zeitung abbestellt
|
Morgens um 3.30 Uhr aufstehen? Da ist man erst mal fertig. Alle anderen
die uns in unserer Gruppe begleiten werden um 7.15 Uhr abgeholt.
Das kommt uns etwas seltsam vor, aber so war es bisher immer. Wir beide
allein.
Als unser Taxi pünktlich um 4.30 Uhr am Hotel eintrifft, können wir noch
nicht ahnen wie der Tag verlaufen soll.
Die Strassen auf dem Weg zum Flughafen sind fast leer, etwas düster
wirkt alles. Ein paar Nachtschwärmer sind immer unterwegs.
Am Flughafen angekommen, beginnt es zu regnen, es hat um die 23°C.
Unsere Reiseleiterin empfängt uns auf das Herzlichste, wir sollen gleich
unsere Gepäck aufgeben. Wir fliegen mit der 1. Maschine um 6.00 Uhr,
alle anderen kommen mit der nächsten Maschine nach. Flughafengebühren
sind noch zu zahlen, 16000 Bolivar pro Person. (3 Euro)
Es ist aber noch gar keiner da, um diese Gebühr abzugeben. Als endlich 3
Frauen ihr Büro betreten, wird zunächst das Geld nachgezählt, in aller
Ruhe, danach öffnet sich der Schalter.
Danach gibt es Probleme, der Flieger ist überbucht, genau 1 Peron ist
zuviel. Und das wird die Reiseleiterin sein.
Wir erhalten genaue Anweisungen:
"Sie fliegen mit dieser Maschine allein nach Maturin, auf dem dortigen
Flughafen warten sie, bis ich mit der 2. Gruppe dort gegen 9.00 Uhr
eintreffe. Verlassen sie nicht das Flughafengebäude, gehen sie mit
niemandem mit".
Wir haben alles verstanden und sind begeistert?!
"Nicht vergessen, auf dem Flughafen warten".
Klar doch!
Die Maschine fasst nur 14 Personen, da schon eine tschechische
Gruppe mit 12 Personen mitfliegt, bleibt nur Platz für uns beide.
Der Flug auf das Festland dauert eine Stunde, noch nie sind wir vorher
mit so einer kleinen Maschine geflogen. Jeden Windstoß merkt man!
Sonnenaufgang inklusive erreichen wir
Maturin mit einer perfekten Landung.
Die Gruppe aus Tschechien verabschiedet sich von uns, wir setzen uns in
die Eingangshalle. Es dauert keine 5 Minuten, als ein älterer Herr
erscheint, und uns auf spanisch etwas erzählt. Alles was wir verstehen
ist Taxi und Camp. Wir bestehen darauf hier sitzen zu bleiben.
Auf die Frage nach Kaffee lächelt er und führt uns durch die Kontrollen
hindurch zur Abflughalle. In Deutschland sicher undenkbar. Wir laden ihn
ein, der beste Kaffee seit dem wir in Venezuela sind. Er wiederholt
seine Worte "Taxi" und "Camp".
Als später ein junger Mann die Halle betritt, bietet sich die
Möglichkeit zum Übersetzen. Er kommt aus Deutschland, spricht sehr gut
spanisch.
Wir sollen in ein Taxi einsteigen, dieses bringt uns dann zu einem
Treffpunkt, ca. 1 Stunde von hier. Die andere Gruppe kann nicht mehr
hier landen, weil der Flughafen zugemacht wird. Warum? Der Präsident von
Venezuela kommt heute nach Maturin, und keiner darf mehr starten oder
landen.
Langsam wird uns unbehaglich dabei, erst sollen wir den Flughafen nicht
verlassen, dann sollen wir mit dem Taxi zu einem Treffpunkt fahren nach
Monages am Rio Morichal fahren.
Was würden Sie jetzt tun?
Trotz allem, wir steigen ins Taxi und fahren mit. Vorbei an 5
Polizeikontrollen, der Präsident wird offensichtlich gut beschützt,
gelangen wir auf einer gut zu befahrenen Strasse zum Treffpunkt.
Das wir hier fast 5 Stunden zubringen werden und wir am Ende froh sind, als endlich der Bus kommt, kann man sich ausmahlen. Es ist nun einmal
Venezuela und nicht Deutschland. Und es wurde doch überall vor der
Kriminalität gewarnt.
Und das man eine geführte Rundreise mit Geld und Kamera und Gepäck
macht, ist eigentlich verständlich. Aber wer weiß schon, welche düsteren
Gestalten hier so kommen und gehen. Doch, dies sei vorweggenommen, wir
bleiben von all dem verschont.
Gegen Mittag erscheint ein ein junger Mann, der sich als Campleiter zu
verstehen gibt. Er lädt uns zum Bier ein, und empfiehlt uns, für den
etwaigen Regen- schließlich sind wir im Regenwald- eine Plastiktüte als
Schutz mitzunehmen. Auch das erweißt sich das richtige Entscheidung.
Zwischenzeitlich habe ich unsere Ansprechpartnerin telefonisch auf
Margarita erreicht, nachdem ich der Kioskbesitzerin zu verstehen gegeben
habe, dass ich das Telefonat bezahlen werde. Mit Händen und Füßen. mit
etwas Spanisch (Teléfono,Número) schreibt sie mir die Telefonnummer von
hier auf, somit kann ich auch zurückgerufen werden.
Am Telefon erhalte ich dann die präzisen Angeben über den weiteren
Verlauf. Die anderen sind nach Ciudad Bolivar geflogen, das liegt 3
Stunden Busfahrt von hier entfernt.
Jetzt können wir uns selbst ausrechnen wann der Bus hier eintreffen
wird. Mittlerweile erhalten wir Rabatt auf alles was wir kaufen. Es ist
gegen 13.00 Uhr und es kommt uns nicht mehr ganz so fremd vor.
Mehr Eindrücke kann man auch nicht beschreiben, und als nach 2 Uhr der
Bus ankommt, fallen uns mehrere Steine vom Herzen!
Gepäck ins Boot umladen, einsteigen und weiter geht die Fahrt auf dem
Fluss ins Camp.
|