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Ich wache gegen 7.00 Uhr. Mein Zeitgefühl ist komplett erloschen. Es könnte auch kurz vor Mittag sein. Da die Sonne relativ schnell aufsteigt, verliert man das Gespür für die Zeit. Ich stehe auf und sehe mal nach ob andere unserer Gruppe schon auf sind.
Kurz nach halb acht ruft mir jemand zu und ich laufe hinunter zum Zimmer um meine Frau zu wecken.

Das Frühstück fällt sehr einfach aus, Kaffee hat es aber und Pfannkuchen. Kornflakes mit Milch- das ist schon fast alles.

Danach machen wir eine Wanderung, nicht weit vom Camp ist noch ein weiterer schöner Aussichtspunkt. Durch Erosion ist der Boden start aufgerissen und ausgespült. Pflanzen sehen wir, die wir von zu Hause als Schmarotzer kennen. Hier wächst es wie Unkraut.

Ein kurzer Abstecher in den Regenwald, mit tollen Blumen, Blüten und riesigen Bäumen.
Schneidegras, an dem man sich die Finger fürchterlich aufschneiden kann, gehen wir aus dem Weg. Wir ein Messer sind die Blätter scharf. Wir begegnen einer fast 2cm großen Ameise. "Der geht man besser aus dem Weg", meint unsere Reiseleiterin. Sie heißt "Ant 24"*.
*Zitat:
"Die Arbeiterinnen sind 18 bis 25 Millimeter lang und haben einen schwarzen, manchmal leicht bräunlichen Körper. Die Königinnen werden kaum größer, haben aber für die Eierproduktion eine breitere Gaster. Die Vorderbeine sind goldfarben, Körper und Beine sind behaart. Paraponera clavata ähnelt in ihrer Gestalt einer flügellosen Wespe. Paraponera hat ein Organ in der Gaster, mit dem sie bei Gefahr oder Erregung laut stridulieren kann. "

"Ihr Stachel verabreicht ein starkes Gift, mit dem sie Beutetiere lähmt oder Angreifer abweist. Beim Menschen verursacht der Stich heftigste Schmerzen. Der Stich wird als der schmerzhafteste Insektenstich überhaupt bezeichnet (nach Stich-Schmerzindex Schmidt). Die Schmerzen werden oft beschrieben, als würde man bei lebendigen Leib verbrennen. Sie lassen nach etwa 24 Stunden nach - daher der Name der Ameise. Eine sofortige Behandlung des Stiches mit Eiswasser und nachfolgender Einnahme von Benadryl-Kapseln (Antihistamin) mildert die Schmerzen. Das Gift, Poneratoxin (Neurotoxic pentacosapeptide) hinterlässt keine bleibenden Schäden im Gewebe."
Zitat Ende

Wir machen einen großen Bogen um sie herum!





Gegen 11.00 Uhr fliegt unsere Maschine. Die Flugzeit bis Canaima beträgt Sage und Schreibe "6 Minuten". Und tatsächlich, kaum sind wir oben, beginnt bereits der Landeanflug.
Canaima, ist eine ca. 1000 Einwohner große Siedlung. Mit Schule und Krankenhaus und Hotelanlage. Nicht ganz so gepflegt wie man sich dies vorstellen würde, leider.
Wir warten zunächst auf den Shuttlebus, der uns zu einem Rastplatz bringt, an dem wir uns umziehen (Badesachen) können. Gepäck können wir hier lassen, anschließend geht es weiter, zu Fuß zu Lagune.

Schon von Weitem hört man die Wasserfälle, riesige Wassermassen stürzen über 4 oder Wasserfälle hinunter. Ein gigantisches Naturschauspiel.
Mit dem Boot kann man direkt zu den Wasserfällen hinüberfahren. Hinter dem ganz links gelegenen kann man dahinter durchlaufen. Hierfür sollte man ein paar Strümpfe mitnehmen, die auf den rutschigen Steinen für Halt sorgen. Barfuss rutscht man definitiv.
In der Lagune kann man auch baden, wenn man will.
Danach geht es zurück zum Mittagessen. Danach steht leider der Rückflug nach Porlamar und somit somit das Ende der Rundreise an. Der eigentliche Höhepunkt steht aber noch aus. Der Flug zum Salto Angel. Wetterabhängig stand im Reiseprospekt. Ein wenig Glück braucht man, um ihn zu sehen. Es ist aber nicht nur der Salto Angel, für den es sich lohnt hierherzukommen, es sind die gigantischen Tafelberge, die sich plötzlich wie eine Wand vor einem auftürmen. Toll!

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