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Als wir am nächsten Tag gegen 9.00 Uhr in Richtung Arekuna Camp
aufbrechen, steht uns zunächst eine 2 1/2 stündige Fahrt zum Flughafen
in Ciudad Bolivar bevor.
Langsam, ganz langsam, ändert sich die Landschaft, die uns über die
neuerbaute Orinoccobrücke in Richtung 1. Stop Flughafen bringt. Noch ist
von Tafelbergen und den riesengroßen Wassermassen nichts zu erkennen.
Abflugzeit zum Camp soll gegen 13.00 Uhr, aber das soll nur ein
Richtwert sein. Früher konnte man das mit der "deutschen Pünktlichkeit"
nicht vergleichen.
Inzwischen ist die
Pünktlichkeit auch in
Deutschland nicht mehr so korrekt. Schade eigentlich.
Der Checkin und die Passkontrolle verlaufen reibungslos. Danach heißt es
Warten. Es gibt eine klein Bistroecke, Kaffee wäre nicht schlecht. Für
umgerechnet 1 Euro bekomme ich einen Espresso der es in sich hat. Eine
kleine Tüte Nüsse für etwa 3 Euro.
Als der Flieger landet wird klar, die Gruppe kann nicht zusammen
fliegen. Es passen eben nur 14 Passagiere an Bord. Wir dürfen dieses mal
mit.
Als der Pilot die Maschine aufgetankt hat, winkt er uns zum Flugzeug.
Gepäck einladen, wenige Minuten später heben wir bereits ab.
Zu Beginn ist dieser Flug sehr ruhig, etwas Wind von vorn, lässt die
Maschine in der Luft etwas hin-, und herschaukeln. Unter uns sehen wir
eigentlich nur Wasser und Urwald, landschaftlich aber sehr schön.
Als nach der Hälfte der Flugzeit eine Regenwand vor uns auftaucht, ahnen
wir Schlimmes, und es kam wie es kommen musste. Regen, unheimlich starke
Windböen von allen Seiten. Plötzlich war über und unter uns nichts mehr
zu sehen. Ob die Piloten noch genau wussten wir überhaupt sind, war
nicht mehr klar. Heftiges Artikulieren, zum Fenster hinaussehen, mit der
Hoffnung, doch den ein oder anderen Anhaltspunkt am Boden zu erkennen.
Als die Landebahn plötzlich links auftaucht, sind nicht nur wir froh.
Die Landung war danach eher nebensächlich. Wir haben es geschafft. Camp
Arekuna hat uns sicher. Die Frage die sich uns jetzt stellt ist: Wann
kommen die anderen 3 "Zurückgebliebenen". Nach etwa 1 Stunde erreicht
uns die Nachricht, dass sie heute gar nicht mehr kommen können.
Wetterbedingt.
Das die Piloten gegen 16.00 Uhr noch einmal nach Ciudad Bolivar starten
wollen, um sie zu holen, erscheint abenteuerlich zu sein. Sie wagen es
trotzdem und sind etwas über 2 Stunden später wieder zurück. Eine
Meisterleistung.
Danach beziehen wir unser Zimmer. Das diese so schön eingerichtet sind
hätten wir freilich nicht erwartet. Doppelbett, Hängematte, Bad und WC,
Blick zum Fluss, was will man denn noch mehr? Strom hat es auch, er wird
aber gegen 23.00 Uhr abgeschaltet. Das macht uns gar nichts.
Mittagessen gibt es im Anschluss, und unmittelbar danach geht es weiter
mit dem Boot zur Indianersiedlung.
Der Caroni- Fluss auf dem wir fahren, hat gewaltige Strömungen. Die
Indianersiedlung ist etwa 15 Minuten (mit dem Boot) entfernt.
Sehr einfach ausgestattete Hütten sind dort zu sehen. Vor einer dieser
Hütten steht eine Frau mit ihren 2 Kindern. Auf dem Feuer kocht sie eine
Wildscheinsuppe. Ob wir probieren wollen, fragt sie. Na immer doch.
Einen guten, unempfindlichen Magen sollte man haben. Scharf ist es.
Sonst schmecke ich nichts.
Schmuck kann man bei ihr kaufen, der Schönste Schmuck wie sich im Laufe
unserer Urlaubes herausstellen sollte.
Über einen Pfad geht es zu einem schönen Aussichtspunkt, von dem man
einen sehr schönen Blick zu einem der unzähligen Wasserfälle hat. Ein
schönes Fotomotiv.
Danach geht es zurück zum Camp. Abendessen, zusammensitzen, erzählen.
Auf halben Weg sehen wir ein Flugzeug am Himmel. Ob das unsere 3 noch
fehlenden Leute sind? Sie sind es.
Was für eine Ansicht. Das Wetter ist perfekt um überhaupt hinzufliegen.
Auch die Piloten sind begeistert, so sehr, dass sie noch 3x wenden. Damit hat ihn jeder 2
mal von links und 2 mal von rechts gesehen.
Allein dafür hat es sich gelohnt!
Später am Abend, als meine Frau und ich beim Abendessen sitzen, mache ich den
Vorschlag irgendwann, in naher Zukunft, zurückzukommen und zu Fuß zum Salto
Angel zu laufen.
Mal sehen wann?!
*Artikel 24-Stunden-Ameise. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 13. Februar 2008, 16:56 UTC. URL:
Wikipedia
(Abgerufen: 9. März 2008, 14:08 UTC)
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