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Gegen 10.30 stehen wir alle am Bahnhof, warten auf den Zug der uns
über den Kwai zur nächsten Station bringen soll.
Pünktlich wird er nicht sein, dass steht schon mal fest, wir sollen uns
etwas gedulden.
Unser Reiseleiter organisiert Sitzplatzkarten, später stellt sich dies
als gute Entscheidung heraus.
Es hat etwa 40 Grad, in der Sonne ist es nicht auszuhalten.
Etwa 1 Stunde später kommt er langsam angefahren, unser Zug, schnell
geht bei den Schienen definitiv nicht.
Die Lokomotive wird abgekoppelt und an 2 auf dem Nebengleis stehende
Waggons angehängt. Danach bewegt sich die Lok wieder auf das Hauptgleis
und wir können das Ankoppeln an die anderen Waggons miterleben. Der
ganze Zug scheint sich dabei zu bewegen- es kracht und wackelt- ein
wenig anders als bei uns. Kinder im Nebenwaggon kreischen und freuen
sich über unsere "Angst".
Danach geht es los. Wir bekommend die Info, dass der Zug nach ca. 1 1/2 Stunden an einer Station anhält, unscheinbar, dort müssen wir raus. Alle sollen aufpassen, der Zug käme erst morgen zurück.
Die Fahrt geht vorbei an herrlicher Landschaft, bergig, viele Palmen, Elefanten. "Da drüben" meint unser Reiseleiter, "sehen Sie den Berg?", "kennen Sie Rambo?". Der Film seih dort gedreht worden. Genau so sah es im Film aus. (Rambo II)
Gut das der Zug keine Fensterscheiben hat, alles ist offen, ansonsten wäre es ohne Klimaanlage ein bisschen heiß hier drinnen. Getränke sind im Preis inbegriffen.
Kurz bevor wir aussteigen, schlängelt sich der Zug über Holzbrücken an einer Felsenkette entlang. Rechts Felsen, links Abhang und der Fluss. Hoffentlich hält die Brücke!
Da ich weiterschreibe, erkennen Sie, sie hat gehalten.
"Jetzt müssen wir aussteigen- ALLE".
Der Zug ist länger als der Bahnsteig, also springen wir ins Gras.
Ein Erlebnis auf jeden Fall war das. Direkt neben dem Gleis, am Ende der Brücke die wir gerade befahren sind, liegt eine kleine Höhle die ebenfalls als Gebetstätte dient. Gegenüber hat man einen herrlichen Blick auf den darunterliegenden Fluss. Direkt an diesen Fluss befinden sich ein paar Häuser. Ob das unser Übernachtungsort ist? Nein.
Etwa 300m von hier wartet bereits unser Bus, es geht weiter zum Mittagessen. Ob man bei dieser Hitze etwas essen kann? Trinken wohl eher.
Das Restaurant liegt an einem Hang, das Essen ist bereits angerichtet. Typische Kost, die, so glauben wir, jeder Europäer ohne Bedenken verträgt. Reis, Huhn, Schwein, leckere Soßen, Gemüse, Obst. Wer will bekommt Bier, Cola, Kaffee. Wasser gehört sowieso zur Reiseausrüstung dazu.
Als es danach heißt, "Wir fahren ins Elefantencamp", überkommt uns der
Gedanke, ob wir da wohl aufsteigen. Letztendlich sind wir aber wegen
Abenteuer und Tieren hierher geflogen.
10 Euro kostet ein ca.60 Minuten dauernder Ritt auf einem, dieser
dressierten Tiere. Früher waren die Elefanten allesamt Arbeitstiere,
Bäume schleppen usw. Heutzutage wird diese Arbeit von Maschinen
übernommen. Für die Dickhäuter bleibt da nichts mehr zu tun. Um die
Tiere aber aus den Stätten fernzuhalten, um den Familien ein Einkommen
zu gewährleisten, unterstützt der Staat diese "Camps".
Unser Ritt geht mitten durch den dicht bewachsenen Wald. Es hat um 40°C,
und man kann sich ausmalen wie wir geschwitzt haben. Vor allem dann, als
unser Begleiter, ein 12-jähriger Junge abgestiegen war und uns allein
auf dem Riesen zugelassen hat. An den Ohren sollte ich mich nicht
festhalten, woanders kam ich mit den Armen nicht hin. Meine Frau saß
hinter mir im "Chefsessel", was auch nicht viel besser war, es
schaukelte nämlich.
Sagen wir es so: Nach 1 Stunde war es vorbei! Ein Erlebnis, aber
anstrengend.
Vom Elefantencamp geht es zunächst mit dem Bus, danach mit dem Boot
weiter zu unserem heutigen Hotel. Um genau zu sein, schwimmenden Hotel.
Häuser auf dem Fluss gebaut. Ein traumhafter Platz.
Etwa 30 Zimmer gibt es, 2 Betten,, Bad, Toilette. Abendessen und
Frühstück inklusive, ist das sicherlich der schönste Übernachtungsort
auf der Rundreise. Wen stört es da, das es beim Duschen nur kaltes
Wasser gibt? Das macht doch erst den Reiz einer solchen Tour aus.
Ebenso das Wasser, welches unmittelbar unter unseren Betten läuft, wir
sind schließlich auf dem Fluss, macht das Einschlafen etwas leichter.
Unser Tipp: Empfehlenswert.
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