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Es ist nicht ganz einfach aus dem Ausflugsprogramm zu wählen. Viel zu viele Ziele gibt es zu entdecken, alles kann man nicht sehen. Bleibt nur eines, entweder aus den Höhepunkten etwas herauspicken oder wiederkommen.
Letztlich haben wir uns für die Fahrt zum Mount Batur entschieden, eine Tagestour im VW Kübelwagen.
Abfahrt ist 7.30 Uhr, die Route führt von Nusa Dua zunächst nach Ubud im Herzen der Insel, weiter zum Tempel Pura Gunung Kawi Sebatu. Vorher allerdings werden Sarongs vom Reiseleiter verteilt. Wie auch auf Thailand aus Respekt, ohne Kniebedeckung bekommt man keinen Einlass.
Die Anlage ist sehr schön gelegen, schön gestaltet und wir erfahren welcher Geist für was vor den Eingängen steht.

Weiter geht es Richtung Vulkan. Wir nehmen einen Schleichweg. Die Straße wird so eng, dass nur noch ein Auto Platz hat. Ausweichmöglichkeiten gibt
es kaum. Man fragt sich schon, wie man in dieser abgelegenen Gegend leben kann. Die Kinder in den am Weg gelegenen Dörfern warten allerdings auf die vorbeifahrenden Touristen. "Give me 5", ertönt es ständig, wenn wir vorbeifahren. Nach gut 4 Stunden Fahrt erreichen wir Penelokan. Von hier aus hat man einen der schönsten Ausblicke auf den Vulkan Mt. Batur.
Wir biegen auf der Hauptstrasse nach links ab, fahren hinunter in den Vulkankrater. Durchmesser des Kessels etwa 12km.
Der Vulkan ist noch aktiv, allerdings zu unserer Beruhigung liegt der letzte Ausbruch 70 Jahre zurück.
Am Rande des Kessels haben sich zahlreiche Bauern niedergelassen. Zwiebeln, Tomaten, Chili und Kohl werden angebaut. Teilweise erfolgt die Bewirtschaftung noch ohne moderne Technik.
Es ist fast unerträglich heiß hier, die Straßen in den Kessel haben darunter stark gelitten. Normalerweise wird die Straße ausschließlich von schweren LKW benutzt. Entsprechend ist dann auch der Zustand. Mit einem PKW wird es unmöglich weiterzufahren, wie wir bald feststellen. Und obwohl es fast unmenschlich scheint, wächst und grünt es an allen Ecken. Kaum vorstellbar, dass hier Menschen leben. Und, das balinesische Edelweiß. Das glauben Sie sicher nicht. Also zumindest etwas Ähnlichkeit besteht schon. Eie schon gesagt, es erstaunlich, dass hier überhaupt etwas wachsen kann. Weiter geht die Fahrt. Je näher wir dem Batursee Richtung Osten kommen, desto mehr wird diese Landschaft mehr und mehr besiedelt.
Vorrangig von Gemüsebauern.



Pura Gunung Kawi Sebatu Reistrocknung und Lagerung Strasse im Kessel des Mt batur Das balinesische Edelweiss

Bauern am Mt Batur Blick auf den Vulkan Mt Batur Reisfelder auf Bali Reisfelder auf Bali

Wir nähern uns dem Lokal, indem wir zu Mittag essen werden. Direkt am See. Sehr schön gelegen.
Und dann, plötzlich, beginnt es zu regnen. In Strömen. Die Regenzeit neigt sich zwar dem Ende entgegen. Kurze aber heftige Schauer sind dennoch möglich. Da es aber nicht abkühlt, empfinden wir es als nicht störend. Typische balinesische Küche wird aufgetragen. Klein aber fein. Fisch, Fleischspieße mit Tomatensauce. Natürlich alles mit Reis und Chilisauce. Vorsicht! Sehr scharf- brennt zweimal. Es brennt tatsächlich wie Feuer. Extrem. Aber dennoch sehr lecker. Außerdem steht Kecap Asin auf dem Tisch. Schmeckt nach Maggi. Garam Meja ist Meersalz.
Der Fisch der so köstlich schmeckt heißt hier Mujair.
Das Essen wird traditionell gereicht, auf einer geflochtenen Schale, ausgelegt mit einem Bananenblatt. Nachdem der Regen aufgehört hat, geht die Fahrt weiter. Zurück Richtung Denpasar. Der VW Kübelwagen erweist sich als unverwüstlich, obwohl der Sitzkomfort ziemlich schlecht ist. In einem Tal nahe Denpasar hält das Fahrzeug plötzlich an. Direkt am Straßenrand wird ein Schwein geschlachtet. Der Anlass bleibt uns verborgen. Nicht das wir das noch nie gesehen hätten, gab es bei uns zu Hause früher auch, nur eben nicht am Straßenrand.
Die Leute lassen sich auch durch uns nicht stören. Warum sollten Sie auch. Fotos machen ist erlaubt.

Und weiter geht es. Wir kommen an herrlich gelegenen Reisfeldern vorbei.
Eine kurze Erklärung wie und wann der Reis angebaut wird. Außerdem wie die komplizierten Bewässerungsanlagen funktionieren.
Jedes Feld, Terrasse, hat 2 Schleusen. Eine oben, um Wasser einzulassen. Folglich unten auch ein, um das Wasser auch ablassen zu können. Letztlich ist alles Handarbeit.
Erst wird der Boden umgepflügt. Danach richtig gewässert. Das Wasser steht dann förmlich auf den Feldern. Stecklinge werden herangezogen. Später erfolgt das "Pflanzen". Es bedarf sehr viel Arbeit und Mühe um am Ende das Ergebnis auf dem Teller zu haben.
Die Erklärung wann wie die Ähren aussehen müssen ist dann doch wieder ziemlich identisch mit Gerste oder Hafer. Zu früh und zu spät ist schlecht.
Die Lagerung erfolgt dann in hoch gebauten Häuschen.

Warum werden die Häuschen so gebaut? Ganz einfach. Der Ratten wegen. Wunderschöne Aufnahmen von den Reisterassen gibt es für Sie zum kostenpflchtigen Downlaod Die Tagesfahrt geht zu Ende. Anstrengend aber auf jeden Fall sehenswert.
Bleibt eigentlich nur sich bei unserem Reiseleiter Nyoman Juliarta zu bedanken. Er hat alles sehr gut erklärt. Vor allem sein Deutsch war bemerkenswert.
Sein Sprichwort: Wo viele Fliegen sind, da sind keine Mücken! In Anlehnung an die vielen "Gäste" beim Mittagsessen. Außerdem gilt der Dank an alle 3 Fahrer, die auch im schwierigsten Gelände einen kühlen Kopf behalten haben. Wir müssen erst einmal Revue passieren lassen. Fast ein paar Eindrücke zu viel.





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